Tecap – Die Testsoftware für Elektronik und Halbleiter. Vom Engineering bis in die Produktion.

Bestehende Testanlagen migrieren

Die Testhardware funktioniert. Die Adapter sind vorhanden. Die Prüfprozesse haben sich bewährt. Aber die Software wird zunehmend zum Problem.

Viele Testanlagen bleiben über Jahre oder Jahrzehnte in Betrieb. Eine Migration wird deshalb häufig nicht aus Optimierungsgründen notwendig, sondern erst dann, wenn die bestehende Lösung technisch oder organisatorisch nicht mehr zuverlässig weitergeführt werden kann.

Typische Auslöser sind:

  • die eingesetzte Software wird nicht mehr unterstützt
  • Betriebssysteme oder Rechnerplattformen sind veraltet
  • der ursprüngliche Lieferant steht nicht mehr zur Verfügung
  • notwendige Änderungen werden immer schwieriger
  • Wissen über die bestehende Software geht verloren
  • Ersatzteile oder kompatible Komponenten werden problematisch
  • die vorhandene Lösung lässt sich nicht mehr sinnvoll erweitern

In solchen Situationen muss nicht automatisch die komplette Testanlage ersetzt werden.

Vorhandene Technik weiter nutzen

Ersetzen, was zum Problem geworden ist

Messtechnik, Adapter, Verkabelung und Mechanik einer bestehenden Anlage können ihre Aufgabe häufig weiterhin zuverlässig erfüllen.

Wir analysieren deshalb zunächst, welche Komponenten sinnvoll weiterverwendet werden können und welche Teile tatsächlich ersetzt oder angepasst werden müssen.

Das Ziel ist nicht, eine funktionierende Anlage neu zu bauen. Das Ziel ist, ihre problematisch gewordene Softwarebasis durch eine aktuelle und langfristig weiterentwickelbare Lösung zu ersetzen.

Tecap als neue Softwarebasis

Tecap übernimmt die Aufgaben der bisherigen Testsystemsoftware auf Basis eines fertigen Produkts.

Die grundlegenden Funktionen für Testausführung, Geräteansteuerung, Varianten, Benutzerverwaltung, Produktionsabläufe und Ergebnisdaten müssen dadurch nicht für die bestehende Anlage neu entwickelt werden.

Kundenspezifisch bleiben vor allem die Schnittstellen zur vorhandenen Technik.

So entsteht keine neue Individuallösung, die lediglich die alte Individuallösung ersetzt.

Bestand aufnehmen, bevor etwas verändert wird

Die vorhandene Anlage verstehen

Eine Migration beginnt mit der Analyse des bestehenden Systems.

Dabei betrachten wir unter anderem:

  • eingesetzte Messgeräte
  • Signalverschaltung und Matrizen
  • Adapter und Kontaktierung
  • Kommunikationsschnittstellen
  • vorhandene Testprogramme
  • Produktvarianten
  • Produktionsabläufe
  • Ergebnisdaten und Datenbanken
  • Anbindungen an SPS, MES oder andere Systeme

Auf dieser Grundlage wird entschieden, welche Komponenten unverändert weitergenutzt werden können und wo Anpassungen notwendig sind.

Bewährte Prüfprozesse erhalten

Bestehende Anlagen enthalten häufig viele Jahre an Erfahrung.

Grenzwerte, Sonderfälle, Produktvarianten und Prüfabläufe müssen bei einer Migration nicht verloren gehen. Bestehende Testprogramme können analysiert und abhängig von der Ausgangslösung schrittweise nach Tecap überführt werden.

Dabei wird nicht blind alter Programmcode übernommen. Entscheidend ist, die darin enthaltene Prüfstrategie und das vorhandene Prozesswissen auf einer neuen Softwarebasis abzubilden.

Klare Trennung statt neuer Softwarekomplexität

Das Produkt bleibt das Produkt

Tecap selbst bleibt bei einer Migration eine klar definierte Produktplattform.

Die grundlegenden Funktionen werden nicht für jede Anlage verändert oder neu programmiert. Projektspezifische Besonderheiten werden über dafür vorgesehene Erweiterungspunkte integriert.

Das verhindert, dass sich über Jahre immer mehr kundenspezifische Funktionen tief innerhalb einer komplexen Betriebssoftware verteilen.

Anpassungen dort, wo sie hingehören

Muss beispielsweise das Anlagenhandling geändert werden, befindet sich diese Logik an der dafür vorgesehenen Schnittstelle beziehungsweise im entsprechenden Plugin.

Das macht auch spätere Änderungen greifbarer:

  • Geräteintegration liegt bei der Geräteanbindung
  • Anlagenhandling liegt bei der vorgesehenen Prozessschnittstelle
  • kundenspezifische Kommunikation liegt im zugehörigen Plugin
  • das eigentliche Testprogramm bleibt davon getrennt
  • die Tecap-Plattform bleibt als Produkt klar abgegrenzt

Dadurch entstehen überschaubare Zuständigkeiten statt einer gewachsenen Softwarestruktur, in der jede Änderung Auswirkungen an vielen Stellen haben kann.

Migration im laufenden Umfeld

Schrittweise modernisieren

Eine Migration muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass alle Komponenten gleichzeitig ersetzt werden.

Abhängig von Anlage und Produktionssituation kann die Umstellung schrittweise erfolgen:

  • vorhandene Hardware übernehmen
  • Geräte nach und nach integrieren
  • bestehende Testprogramme migrieren
  • Produktionsschnittstellen anbinden
  • neue und alte Komponenten während der Umstellung gemeinsam betrachten
  • die Anlage anschließend auf der neuen Plattform weiterentwickeln

Investitionen erhalten

Gerade hochwertige Messtechnik, Mechanik und Adapter können einen erheblichen Anteil des ursprünglichen Anlagenwerts ausmachen.

Wenn diese Komponenten technisch weiterhin geeignet sind, besteht kein Grund, sie nur wegen einer veralteten Softwarelösung zu ersetzen.

Tecap ermöglicht es, vorhandene Investitionen weiter zu nutzen und gleichzeitig die Softwarebasis des Systems grundlegend zu erneuern.

Eine neue Basis für die nächsten Jahre

Eine Migration löst zunächst ein konkretes Problem: Die bestehende Software kann nicht mehr sinnvoll weiterbetrieben werden.

Mit Tecap entsteht daraus gleichzeitig eine Plattform, auf der zukünftige Änderungen wieder planbar werden.

  • Vorhandene Testhardware weiter nutzen.
  • Bewährte Prüfprozesse erhalten.
  • Nicht mehr wartbare Software ablösen.
  • Individuelle Funktionen klar von der Produktplattform trennen.
  • Erweiterungen wieder an definierten Stellen durchführen.
Software für automatisiertes Testen. Entwickelt aus Erfahrung.