Passt Tecap zu Ihrem Testszenario?
Vielleicht sind Sie auf Tecap gestoßen, weil Sie eine neue Testlösung suchen. Vielleicht funktioniert Ihre heutige Lösung grundsätzlich gut, aber bestimmte Aufgaben werden zunehmend aufwendig. Oder Sie möchten herausfinden, ob sich bestehende Strukturen langfristig sinnvoll weiterentwickeln lassen.
Ob Tecap dafür geeignet ist, hängt weniger von einer einzelnen Funktion ab als von der Art, wie Sie Testentwicklung, Produktion, Hardware, Daten und individuelle Anforderungen organisieren möchten.
Die folgenden Fragen können dabei helfen, das einzuordnen.
Auf einen Blick
- Müssen wir wirklich alles selbst entwickeln?
- Würde uns eine gemeinsame Struktur über mehrere Projekte helfen?
- Können wir unsere bestehende Hardware weiterverwenden?
- Müssen Engineering und Produktion getrennte Welten sein?
- Nutzen wir unsere Testdaten eigentlich so, wie wir könnten?
- Passt eine Standardplattform überhaupt zu unseren Sonderanforderungen?
- Bleibt unsere Lösung langfristig weiterentwickelbar?
- Und passt Tecap nun zu Ihrer Situation?
Müssen wir wirklich alles selbst entwickeln?
Ein automatisiertes Testsystem benötigt weit mehr als die eigentliche Messung.
Testpläne müssen strukturiert, Varianten verwaltet, Geräte eingebunden, Ergebnisse gespeichert, Benutzeroberflächen bereitgestellt und Produktionsabläufe abgesichert werden. Oft entstehen dafür im Laufe der Zeit eigene Bibliotheken und Anwendungen.
Das kann gut funktionieren. Gleichzeitig müssen diese Strukturen dauerhaft gepflegt und mit neuen Anforderungen weiterentwickelt werden.
Eine Plattform wie Tecap wird vor allem dann interessant, wenn viele dieser wiederkehrenden Aufgaben nicht mehr in jedem Projekt neu gelöst werden sollen.
Tecap bringt dafür unter anderem bereits Strukturen für Testpläne, Varianten, Systemkonfiguration, Datenprotokollierung, Produktion, Benutzerverwaltung und Analyse mit.
Die eigentliche Frage ist daher weniger, ob sich diese Funktionen selbst entwickeln lassen.
Sondern ob es sinnvoll ist, dafür dauerhaft eigene Entwicklungsressourcen einzusetzen.
Würde uns eine gemeinsame Struktur über mehrere Projekte helfen?
Viele Unternehmen verfügen über leistungsfähige eigene Softwarebibliotheken und erprobte Projektvorlagen.
Trotzdem entwickeln sich Projekte mit der Zeit häufig auseinander. Anforderungen werden unterschiedlich umgesetzt, Funktionen kopiert, Sonderfälle ergänzt und vorhandene Strukturen projektspezifisch erweitert.
Das ist nicht zwangsläufig problematisch. Schwieriger wird es dann, wenn Änderungen zunehmend von projektspezifischem Wissen abhängen oder Verbesserungen mehrfach umgesetzt werden müssen.
Tecap kann hier eine gemeinsame Grundstruktur bereitstellen.
Testplan, Varianten, Systemkonfiguration, Datenprotokollierung und Produktionsabläufe folgen derselben Systematik, während Testprogramme und individuelle Erweiterungen weiterhin unterschiedlich sein können.
Wenn Projekte unterschiedlich sein dürfen, ihre grundlegende Organisation aber nicht jedes Mal neu erfunden werden soll, kann eine gemeinsame Plattform einen Vorteil bieten.
Können wir unsere bestehende Hardware weiterverwenden?
Eine neue Softwarebasis muss nicht automatisch ein neues Testsystem bedeuten.
Messgeräte, Schalttechnik, Adapter und Anlagen haben häufig eine wesentlich längere Nutzungsdauer als die Softwarestrukturen, mit denen sie betrieben werden.
Wenn die vorhandene Hardware weiterhin geeignet ist, spricht wenig dafür, sie allein aufgrund einer Softwaremodernisierung auszutauschen.
Tecap ist deshalb nicht an einen bestimmten Systemaufbau oder eine bestimmte Messgeräteplattform gebunden. Bestehende Hardware kann eingebunden und mit neuen Komponenten kombiniert werden.
Viele Mess-, Stimulier- und Schaltgeräte sind über das Tecap Instruments Pack bereits integriert. Weitere Geräte können ergänzt werden.
Damit kann eine Modernisierung dort stattfinden, wo sie tatsächlich notwendig ist, ohne funktionierende Teile des Testsystems grundsätzlich infrage zu stellen.
Müssen Engineering und Produktion getrennte Welten sein?
Im Engineering wird entwickelt, verändert und ausprobiert. In der Produktion zählen dagegen Stabilität, Nachvollziehbarkeit und reproduzierbare Abläufe.
Diese unterschiedlichen Anforderungen führen leicht dazu, dass sich auch Softwarestände, Werkzeuge und Arbeitsweisen voneinander entfernen.
Eine mögliche Alternative ist, Entwicklung und Produktion innerhalb desselben Projektmodells abzubilden und trotzdem klar voneinander zu trennen.
Tecap arbeitet nach diesem Prinzip.
Entwicklungsstände, Varianten und Freigaben werden innerhalb des Projekts verwaltet. Für Engineering und Produktion stehen jeweils darauf abgestimmte Anwendungen und Berechtigungen zur Verfügung.
Wenn heute viel Aufwand entsteht, um Änderungen aus dem Engineering kontrolliert in die Produktion zu übertragen, kann ein gemeinsames Projektmodell interessant sein.
Nutzen wir unsere Testdaten eigentlich so, wie wir könnten?
Die unmittelbar wichtigste Information eines Tests ist häufig einfach: Gut oder Schlecht.
Während eines Produktionslebens entstehen jedoch wesentlich mehr Daten.
Messwerte, Statistiken, Trends, Waveforms, Batch-Informationen und Fehlerhäufigkeiten können Hinweise darauf geben, wie sich Produkt, Prozess oder Testsystem entwickeln.
Tecap speichert Testergebnisse strukturiert und stellt sie sowohl während des Testlaufs als auch für spätere Analysen zur Verfügung.
Mit dem Result Analyst lassen sich beispielsweise statistische Verteilungen, Trends, Stabilität sowie Wafer- und Tray-Daten untersuchen.
Wenn Testergebnisse heute hauptsächlich gespeichert werden, aber nur mit zusätzlichem Aufwand für Analysen nutzbar sind, kann eine integrierte Datenbasis einen Unterschied machen.
Passt eine Standardplattform überhaupt zu unseren Sonderanforderungen?
Kaum ein Testprozess ist vollständig standardisiert.
Unternehmen unterscheiden sich bei Produktionsabläufen, IT-Systemen, Handling, Datenformaten, Bedienkonzepten und organisatorischen Anforderungen.
Eine Plattform kann deshalb nur dann sinnvoll sein, wenn ihre Standardisierung nicht verhindert, dass solche Unterschiede berücksichtigt werden.
Tecap stellt dafür Plugins und APIs bereit.
Damit können beispielsweise eigene Produktionsabläufe, Benutzeroberflächen, MES- oder ERP-Anbindungen, zusätzliche Datenverarbeitung und spezielle Geräteintegrationen ergänzt werden.
Die Plattform übernimmt dabei die gemeinsamen Strukturen. Individuelle Funktionen bleiben davon getrennt.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht unbedingt „Standard oder individuell?“, sondern welche Teile tatsächlich individuell sein müssen.
Bleibt unsere Lösung langfristig weiterentwickelbar?
Eine Testlösung muss meist wesentlich länger funktionieren als das Projekt, in dem sie ursprünglich entstanden ist.
Produkte ändern sich. Betriebssysteme und Entwicklungswerkzeuge entwickeln sich weiter. Neue Geräte, Schnittstellen und Anforderungen kommen hinzu.
Bei Eigenlösungen hängt diese Weiterentwicklung davon ab, ob intern dauerhaft Zeit und entsprechendes Know-how verfügbar sind.
Tecap wird dagegen als eigenständiges Produkt weiterentwickelt. Anforderungen aus unterschiedlichen Anwendungen können dabei zu Funktionen werden, die anschließend allen Anwendern zur Verfügung stehen.
Das betrifft sowohl neue Möglichkeiten als auch Geräteintegration, Schnittstellen, Bedienung, Performance und Stabilität.
Wenn eine Testplattform nicht nur die heutige Aufgabe lösen, sondern auch eine Grundlage für kommende Projekte bilden soll, wird dieser Unterschied langfristig relevant.
Und passt Tecap nun zu Ihrer Situation?
Das lässt sich aus einer Feature-Liste allein kaum beantworten.
Vielleicht erkennen Sie mehrere Ihrer eigenen Anforderungen in den beschriebenen Situationen wieder. Vielleicht passt nur ein Teil davon. Und möglicherweise ist für Ihre Aufgabe auch ein anderer Ansatz sinnvoller.
Wenn Sie nach der Einordnung den Eindruck haben, dass Tecap grundsätzlich zu Ihrem Testszenario passen könnte, sprechen Sie uns an.
Wir schauen uns Ihre Ausgangssituation gemeinsam an und klären unverbindlich, welche Möglichkeiten sinnvoll sind und wo Tecap dazu beitragen kann.
Was Tecap daraus macht
Die beschriebenen Anforderungen haben meist eines gemeinsam: Viele Aufgaben rund um das Testen hängen miteinander zusammen.
Tecap führt deshalb Testplan, Systemkonfiguration, Messgeräte, Varianten, Produktionsabläufe, Ergebnisdaten und Analyse in einer gemeinsamen Softwareplattform zusammen.
Dabei soll nicht jedes Testszenario in ein starres Schema gezwungen werden. Wiederkehrende Aufgaben erhalten eine gemeinsame Struktur, während individuelle Testprogramme, Prozesse und Erweiterungen weiterhin ihren Platz haben.
So entsteht eine technische Basis, die vom Engineering bis in die Produktion genutzt und über unterschiedliche Projekte hinweg weiterentwickelt werden kann.